Es war der 5. Dezember 1901 als Werner Karl Heisenberg in Würzburg als Sohn des Universitätsprofessors und Byzantinisten August Heisenberg geboren wurde. 1920 beginnt Heisenberg sein Physikstudium in München und 1923 promoviert er bei Arnold Johannes Wilhelm Sommerfeld. Bis 1923 studierte er auch Physik in Göttingen bei Max Born. Ein Jahr später wird er Borns Assistent.

Nachdem er zwei Jahre an der Universität in Copenhagen mit Niels Bohr zusammengearbeitet hat, begründet Heisenberg 1927 mit Bohr und Pasqual Jordan die Quantenmechanik. Genau das wird sein Findelkind. Er veröffentlicht seine Theorie "Über den anschaulichen Inhalt der quantentheoretischen Kinematik und Mechanik". Die "Heisenberg'sche Unbestimmtheitsrelation", nach der es physikalisch unmöglich ist, Ort und Impuls z.B. eines Elektrons für den gleichen Zeitpunkt mit absoluter Genauigkeit zu bestimmen, wird zu einer der größten Entdeckungen seit Bestehen der Quantentheorie.

Nach der Veröffentlichung seines Buches "Die physikalischen Prinzipien der Quantentheorie" wird Heisenberg bis 1941 Professor an der Universität Leipzig und Leiter des Theoretisch-Physikalischen Institutes in Leipzig. In dieser Zeit geht er auf Vortragsreisen in die USA, nach Japan und nach Indien. 1933 bekommt er dann nachträglich den Physik-Nobelpreis für seine Arbeiten an der Quantenmechanik.

1936 heiratet Heisenberg Elisabeth Schumacher und zeugt mit ihr in dieser Eher drei Kinder. Die Nationalsozialisten diffamieren ihn im gleichen Jahr aufgrund seiner Anerkennung und Verteidigung der Forschungsergebnisse u.a. von Lise Meitner und Albert Einstein. Er arbeit in Ruhe weiter, darf aber den Lehrstuhl nicht mehr besetzen.

Der Krieg war keine gute Zeit für Forscher und so wurde Werner Heisenberg 1945 bis 1946 in England mit anderen Atomforschern interniert. Als der Krieg langsam zu Ende ging, widmete sich Heisenberg dem Thema der Atomspaltungen im Weltall und daraus entstehenden kosmische Strahlung. 1948 wird er Gastdozent in Cambridge/England.

Seine Karriere als Forscher hat 1949 seinen Höhepunkt erreicht: Er wird Präsident des Deutschen Forschungsrates und der Akademie der Wissenschaften in München. 1952 wird er dann Vizepräsident des "Europäischen Rates für kernphysikalische Forschung".

Zwei Jahre später widmet sich Heisenberg einem schwierigen Thema: Die Suche nach der "Weltformel". Das ist eine Formel, die alle Grungesetze der Natur erfassen soll. Seine Zeit als Gastdozent in sämtlichen Universitäten dieser Welt war aber noch lange nicht abgelaufen. So hält er weiterhin Vorträge in England und den USA.

Werner Heisenberg setzte 1957 seine Unterschrift auf die Göttinger "Erklärung der 18 Atomwissenschaftler", welche auf die Gefahren der Atomwaffen hinweist und spricht sich so gegen die Ausrüstung der Bundeswehr mit Atomwaffen aus. Im gleichen Jahr erhält er den Orden "Pour le Mérite".

Ein Jahr später hält er an der Göttinger Universität einen Vortrag über seine "Einheitliche Theorie der Elementarteilchen", später besser bekannt als die "Weltformel". Er wird Professor an der Universität München und Leiter des Max-Planck-Instituts. Das bleibt er bis 1970. Im Jahre 1964 wird er mit dem Großen Bundesverdienstkreuz mit Stern und Schulterband ausgezeichnet.

Am 1. Februar 1976 stirbt Werner Heisenberg in München.